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Bunden zur Noth gewachſen zu ſein. Aber Gott iſt mein Zeuge, daß ich dieſen Stern in derſelben Stunde von Helm und Bruſt reißen würde, wo der Bund ſich vermeſſen ſollte, des alten Landgrafen Rechte und Beſitzthümer zu gefähr⸗ den, ohne von ihm trotzig zur Gegenwehr herausgefordert zu ſein.“—
—„Ehre dem Manne, der auch in Pflicht und Treue ſeine eigene gute Geſinnung bewahrt und muthig iſt, ſie zu ver⸗ treten; Ehre ihm, der Hingebung und Ueberzeugung zu ſcheiden weiß!“
—„Herzogin! Ihr belohnt mich überreich durch Euren Blick, der mir Achtung verheißt; ich ſtehe vor Euch als ein Bote Aller, die es treu mit dem Heſſiſchen und Thü⸗ ringiſchen Lande meinen und des ſanften Schutzes eines edlen, weiblichen Herzens begierig ſind. Mein heſſiſches Vaterland entbehrte dieſes ſanften Einfluſſes auf den Sinn des Fürſten— es mangelt ihm der weibliche Engel, der die Wunden heilt, welche ein herriſcher Arm geſchlagen hat. Von Eurem ſanften Bilde erfüllt, begab ich mich auf den Wunſch des Landgrafen hierher; in Ort und Land Oberwald, wohin mich mein Weg führte, hörte ich die heilige Marga⸗ rethe mit himmliſcher Andacht nennen, die jugendliche Für⸗ ſtin, welche wie ein weiſer, milder Friedensbote das Gemüth des Herzogs mäßigt und ſeine Leidenſchaft in unſichtbare Bande der Liebe feſſelt! Einen ſolchen Engel möchte ich meinem Vaterlande gönnen!“—
—„Ich bitte Euch, vermeidet am Weibe, das Ihr achtet, die Schaam der Verlegenheit“— ſiel Margarethe ſanft ein und blickte ernſt nieder.“—„Das Loos eines Weibes
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