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mein Geheimniß. In Euch begrüße ich die Fürſtin der ver⸗ einigten Lande Göttingen und Heſſen.“—
—„Nicht die ehrgeizige Regung nach weltlicher Macht und irdiſchem Beſitze regt mich auf“— ſagte Margarethe, die wohl fühlte, wie ſie dem Blicke des Ritters nur müh⸗ ſam widerſtand, und ihre Wangen heiß wurden;—„Ihr erſchreckt mich, da Ihr mich an die Zeitlichkeit eines Man⸗ nes erinnert, der meinem Gemahl in ritterlichem Weſen ſo vielfältig ähnlich iſt.“—
—„Verzeiht, Herzogin; Euer Gemahl iſt ein ganzer Ritter und hält zu Rittern— mein Landgraf iſt ein ganzer Fürſt und viele Ritter ſind ſeine Gegner, die nur ſeinen eiſernen Sinn fürchten, wo ſie ſeinen Arm nicht mehr fühlen. Ihr habt Recht, der alte Herr iſt keck, unternehmend, wie ein Jüngling, freundlich gegen tapfere Männer, barſch gegen Städter und Geiſtliche, gefürchtet von ſeinen Feinden, leicht zornig und eigenſinnig;— das ſind die Eigenſchaften, die er an ſeinem Großſohne lobt.“—
—„und Ihr ſeid dieſer Eigenſchaften Lobredner und treuer Gehülfe bei dem Landgrafen?“ fragte Margarethe mit einem Blicke, der dem Ritter das Blut auf das Ge⸗ ſicht trieb.
Im Tone der leicht erregten, aber beherrſchten Leiden⸗ ſchaft, worin der tief im ruhigen Auge glimmende Lichtfunke, der ſonſt dem Blicke eine ſtille Schwärmerei beimiſchte, flam⸗ mender hervorbrach, erwiderte Eckhard:—„Einen Feigling und Mann, ohne Trotz auf ſeinen Willen, würde Heinrich der Zweite niemals zu ſeinem Freunde machen— und ich möchte keinem weibiſchen Manne meine Treue widmen.“—


