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verdanke ich, daß ich in Liebe glücklich ſein kann;— was Ihr behütet habt, iſt der Preis, um deßwillen ich einem ehrbaren Manne werth und lieb bin;— wie könnte ich ihm in's Auge ſehen, ſeines Herzens edelſten Trieb in meiner Bruſt empfangen, ſein Leben mit dem meinigen vereinigen, wenn ich ihm nicht bieten und mit reinem Herzen verheißen könnte, was Ihr mir behütet habt! Ihr ſeid meiner Unſchuld Engel, o ſeid es auch meiner Liebe!“—
—„So ſchnell iſt Deine Unſchuld bereit, der Liebe ſich zum Opfer zu geben? Kennſt Du die Ehrbarkeit des Mannes, ſeine Sitte, ſeinen guten Willen? Iſt er ein Mann, ebenſo muthig wie empfindſam?“—
—„Ja, ja— Ihr ſolltet nur ſein Auge ſehen, ſein Wort hören, ſeine kühne Stirn ſchwellen ſehen, wenn er von meinem Leide hört.“
—„Haſt Du ihm Alles erzählt? Kennt er Deine Schickſale?“ fiel Margarethe mit ſtrengerem Tone ein.
—„Ol konnte ich Demjenigen etwas verſchweigen, der mein Leben als ſein eigenes Schickſal empfängt und vor dem meine Seele kein Geheimniß haben darf?“
—„Du haſt ihm erählt?“ Mit dieſen Worten fiel die Herzogin plötzlich, mit beleidigtem Blicke und gerötheter Wange in des erſchreckenden und verſtummenden Mädchens Geſtändniß— doch ſie unterbrach ſich, blickte flüchtig auf Henricus und wendete ſich ab. Gertrude floh gegen den Mönch, dieſer führte ſie der Herzogin wieder zu und ſprach: —„Ich bitte Euch, peinigt nicht das eigene und des Mäd⸗ chens Herz;— laßt uns dem Gefühle vertrauen, das Ger⸗


