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die Wange drückte. Damit glaubte er das Weibergemüth, deſſen tiefere empfindſamere Natur er nicht kannte, völlig verſöhnt zu haben.—
Im Gefolge der Herzogin befanden ſich Henricus und Gertrude. Die edle Frau hatte das ſchöne, ſtille, traurige Mädchen lieb gewonnen und mit nach Göttingen gebracht, um mit deren Mutter, wonach ſie verlangte, zu reden und dann das Mädchen aus der Gegend weg, in eine Lage zu verſetzen, wo es, bis ſein Herz ſich etwa ſelbſt einen männ⸗ lichen Beſchützer gewählt habe, vor den Augen des Herzogs, des Hanſteiners und Groner Vogtes geſichert ſein würde. Am heutigen Morgen vor der beginnenden Feſtlichkeit, als die befreundeten Ritterdamen der Herzogin ihre begrüßenden Beſuche abſtatteten, fand ſich eine Gelegenheit für Verwirk⸗ lichung ihrer Abſicht. Die junge Frau von Oldershauſen, die Margarethe wegen ihrer ſanften, reinen Seele ſchätzte, deren äußere ſtolze Haltung nur der unwillkürliche Aus⸗ druck weiblicher Würde, und die ſchon früher bei Marga⸗ rethe's Hochzeit als Fräulein zugegengeweſen und ſeit kur⸗ zer Zeit verheirathet war, hatte, durch Flucht mit einem braunſchweigiſchen Bürgerſohne am Tage der Abreiſe nach Göttingen, ihre Kammerzofe verloren;— die Herzogin dachte an Gertrude und ließ ſie rufen; Ritterfrau und Dienerin gefielen ſich ſchnell, Gertrude wurde in Dienſt genommen, von der Herzogin beſonderer Gunſt empfohlen und dieſe ſollte nach Beendigung des Feſtes der neuen Herrin folgen.—
Mit welchen Gefühlen heute Margarethe dem geräuſch⸗ vollen Turniere beigewohnt, wie wenig der Glanz ihren,


