Teil eines Werkes 
1. Theil (1821)
Entstehung
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ſchleicht? Ich fuͤhle mich nicht im Stande, Ihnen den ſeltſamen Eindruck zu beſchreiben, den dieſer fortwaͤhrende Contraſt zwiſchen der belebten und der Pflanzennatur in dieſer vielleicht auf dem ganzen Erdboden ihres Gleichen nicht habenden Gegend auf mich gemacht hat. Schrecken und Wonne geſellten ſich zuſammen in meinem Gemuͤthe. Ich erblickte in jenen Erſcheinungen gewiſſer Maßen ein großes Bild des menſchlichen Lebens, welches an Einem fort von verborgenen oder verkannten Gefahren be⸗ droht wird, indeß nur die Fantaſie unſere Umgebun⸗ gen alle in das ſchoͤnſte Licht zu ſtellen bemuͤht iſt, um die Gefahr jedes einzelnen Augenblicks unſern Augen zu entruͤcken. Auch vergeſſen wir dieſer Ge⸗ fahren beſtaͤndig; hier aber liegen dieſelben offen und mit ſtummen Schrecken erfuͤllend vor Augen. Noch war ich mit ſolchen Gedanken beſchaͤftigt, als wir einen Punct der Straße erreichten, wo man einen Einſchnitt in die Chauſſee gemacht hatte, um fuͤr einen der neuen Ausleerungs⸗Canaͤle einen Durchgang zu oͤffnen. Hier machten unſere Inge⸗ nieurs Halt, um die Straßenarbeiten in Augen⸗ ſchein zu nehmen; ich aber benutzte dieſe Zeit, um die vermoͤge jenes Straßendurchſchnittes vor Augen liegende Vertical⸗Flaͤche etwas genauer zu betrach⸗

ten. Dieſe Flaͤche, in welcher der Wanderer, ſo zu

ſagen, die Vorzeit ſelbſt aufgedeckt vor ſich liegen ſieht, iſt die Appiſche Straße, und wirklich erblickte