Teil eines Werkes 
1. Theil (1821)
Entstehung
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ich in einer Tiefe von ungefaͤhr drey Fuß unter der dermahligen Wegesflaͤche, auf einer Grundmauer ruhend, das alte, breite, von Appius ſelbſt gegruͤn⸗ dete Pflaſter. Etwas mehr als einen Fuß uͤber demſelben bemerkt man Spuren eines zweyten, eben⸗ falls gemauerten, von Trajan neu erbauten Pfla⸗ ſterweges. Dieſer muß einer Ladung von Kieſelſtei⸗ nen zur Unterlage dienen, und auf dieſe zwey Fuß hohe Kieſelſchicht iſt die neue, von Pius VI. wieder hergeſtellte, Straße gegruͤndet. Ueberhaupt iſt man zu Rom der aus dem Alterthum ſich herſchreibenden Gewohnheit treu geblieben, die gepflaſterten Stra⸗ ßen nicht, wie bey uns, auf Unterlagen von bloßem Sande, ſondern auf eigentliches, mit Moͤrtel und Kieſelſteinen wohl zuſammengefuͤgtes, Mauerwerk ſol⸗ chergeſtalt zu gruͤnden, daß dergleichen Pflaſterwege fuͤr eigentliche, auf der Oberflaͤche des Bodens ſich hinziehende, Mauern gelten koͤnnen.

Wir ließen nicht weit von dem oben erwaͤhnten Straßenabſchnitte unſern Reiſewagen zuruͤck, und ritten alsdann von der Landſtraße ab, bis gegen die

Mitte der Ebene hinein, in der Abſicht, die dorti⸗

gen neuen Canal⸗Arbeiten zu beſichtigen. Dieſe Arbeiten waren zwar durch die Jahrszeit unterbro⸗ chen, die Arbeiter ſelbſt aber auf den heutigen Tag zu einer Muſterung zuſammenberufen worden. Un⸗ ſer Fuͤhrer war Hr. Zaccaleone, Deputirter bey der

geſetzgebenden Verſammlung und Unternehmer der