Teil eines Werkes 
1. Theil (1821)
Entstehung
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ner Wuͤſte zum Schmucke, und wird von niemanden bewundert, als von dem Stillſchweigen. Die Thiere der Wildniß ſind die einzigen Geſchoͤpfe, denen das Recht zukommt, ſich dieſe Reichthuͤmer der Schoͤpfung zuzueignen. Herden von wilden Schweinen wuͤhlen hier das Erdreich auf, um die Wurzeln der Ge⸗ waͤchſe zu zerreißen. Buͤffel, ſcheußlich anzuſehn, ſtreifen auf den Triften umher, oder lagern ſich im Schatten der Gehoͤlze. Der Sperber verlaͤßt ſeinen Felſenwohnſitz, um ganz ungeſtoͤrt uͤber dieſen Flaͤ⸗ chenraum, den er als ſein Eigenthum anſieht, da⸗ hin zu ſchweben. Zu gewiſſen Jahreszeiten kommen auch ganze Scharen von Zugvoͤgeln herangeflogen, um hier auszuruhen, und dieſe Ruhetage ſcheinen fuͤr ſie Tage des Feſtes. Mitten unter dieſen thie⸗ riſchen Bewohnern der Wildniß erblickt man von Zeit zu Zeit etwa auch ein menſchliches Weſen; aber ſelbſt der Menſch kommt in dieſen Wohnſitzen der Gefahr nicht anders als in feindſeliger Geſtalt zum Vorſchein. Bald iſt es ein Hirt, der mit ſeiner Lanze einen grimmigen Buͤffel verſcheucht; bald ein Raͤuber vom Gebirge, der, unter Blumen und Fei⸗ genbuͤſchen verſteckt, mit ſpaͤhendem Auge und gela⸗ denem Feuergewehre dem Durchreiſenden auflauert. Und der arme Fremdling, wenn er auch dieſer Ge⸗ fahr entrinnen ſollte, wer weiß, ob nicht gerade in dieſer Stunde die eben ſo milde als verderbliche Luft ſich mit ihrem geheimen Gifte in ſeine Adern ein⸗