Teil eines Werkes 
1. Theil (1821)
Entstehung
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Berges. Von der Höͤhhe dieſer Stadt uͤberſieht man die weiten Einoͤden der Suͤmpfe. Gegen Morgen ſind es die Gebirge des Sabiner⸗Landes, und gegen Abend des Meeres unuͤberſehbare Fluthen, welche die Ausſicht begrenzen. Die Umgebungen von Vel⸗ letri beſtehen aus vortrefflich angelegten und unter⸗ haltenen Weinbergen. Ranken, genau nach der Schnur angelegt, ſind kuͤnſtlich an Gitterwerke von hohem Schilfrohr aufgebunden, und zu Spalieren gezogen, die ſich in eine nicht zu ermeſſende Laͤnge verlieren. Jede beſondere Abtheilung dieſer Wein⸗ gärten iſt mit einem niedlichen Rebhaͤuschen ge⸗ ſchmuͤckt, und uͤberhaupt ſind in dieſer Gegend, ob⸗ gleich ſie ebenfalls dem, von den Freunden der Land⸗ wirthſchaft ſo verſchrienen Kirchenſtaate angehoͤrt, ſo⸗ bald man die Regionen der ungeſunden Luft verlaſ⸗ ſen hat, wieder haͤufige Spuren der lebhafteſten Cul⸗ tur und der regſten Betriebſamkeit anzutreffen. Dieß gilt jedoch einzig von Velletri's unmittelbarer Nach⸗ barſchaft; denn kaum, daß man ſeinen Weg eine halbe Stunde weit durch die Weinberge hinab fort⸗ geſetzt hat, ſo tritt man wieder in das Flachland und in die Wuͤſte ein. Bis nach Ciſterno geht die Straße durch eine nichts weniger als milde, von Lavaſtroͤmen gebildete, unebene Landgegend, in wel⸗ cher eine Menge Korkbaͤume mit geborſtenen Staͤm⸗ men wachſen, und die hin und wieder noch durch ein Getreidefeld oder einen Pachthof verſchoͤnert wird.

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