Teil eines Werkes 
1. Theil (1821)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Abgeſehen jedoch von dem Ruhme, den er ſich als Haupt einer Partey hatte zueignen wollen, blie⸗ ben ſeine Verdienſte in der Rolle eines Raͤuberhaupt⸗ manns nichts deſto weniger entſchieden. Wilrklich ſpielt dieſer Mann, der doch nichts weiter als ein Bauer vom Gebirge iſt, jene Rolle mit großer Ge⸗ ſchicklichkeit. Sein Charakter iſt aus Raubgier und Froͤmmigkeit, aus Grauſamkeit und rechtlichem Sinn ſonderbar zuſammengemiſcht. Vorzuͤglich groß weiß er ſich mit ſeiner Menſchlichkeit. Er ſoll, ſeiner Behauptung zu Folge, außer dem Treffen nie einen Tropfen Blutes vergoſſen, und jede von ſeinen, zum Morden nur allzu geneigten, Leuten begangene Grau⸗ ſamkeit ſcharf beſtraft haben. Die Wahrheit dieſer Ausſage laͤßt ſich um ſo weniger bezweifeln, da, wie ich als Augenzeuge verſichern kann, ſeine Verhaf⸗ tung bey den ſaͤmmtlichen Einwohnern der Umge⸗ gend, die ſich von nun an gleichſam ihres Schutzes gegen die Mordluſt und Grauſamkeit ſeiner Unter⸗ gebenen beraubt glaubten, ein großes Bedauern ver⸗ urſacht hat..

Gegenwaͤrtig iſt die Regierung damit beſchaͤf⸗ tigt, mit ſeinem Nachfolger Gaetano eine Ueberein⸗ kunft, aͤhnlich derjenigen abzuſchließen, vermittelſt welcher es einſt Sixtus V. gelang, den vor ſeinem Pontificate im Schwange gehenden Raͤubereyen Ein⸗ halt zu thun. Vermoͤge dieſes Tractates wurden die verſchiedenen Raͤuberbanden ſelbſt gegen einander un⸗