Teil eines Werkes 
1. Theil (1821)
Entstehung
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ſo muͤſſen zu gleicher Zeit auch die Auszeichnungen des Ranges und der Geburt wegfallen, und alles, was Auszeichnung heißt, ausſchließlich den Stellen, dem Reichthume und den Talenten zu Theil werden, welches die einzigen Hebel ſind, vermittelſt derer un⸗ moͤglich bleibt, ſich aus der allgemeinen Gleichheit heraus zu arbeiten.

Leicht laͤßt es ſich voraus ſehen, daß von eben dem Augenblicke an alle Intereſſen und Beſtrebun⸗ gen der handelnden Menſchen dahin zielen werden, ſich in den Beſitz von Auszeichnungen der erwaͤhnten Art zu ſetzen, und da die Mittel zur Erreichung die⸗ ſes Zweckes uͤberall die gleichen ſind, ſo wird ſich die ganze Bevoͤlkerung von Europa, gleichſam ohne es ſelbſt zu wiſſen, von dem naͤhmlichen Geiſte beſeelt finden.

Nicht weniger wird ſich auch die politiſche Ord⸗ nung und die Geſetzgebung, obwohl ſie ihrer Natur nach beyde ihren Stand unveraͤnderlich behaupten ſollten, genoͤthigt ſehen, ſich der gewaltſamen Ein⸗ wirkung jener neuen, durch den Secular⸗Gang der Civiliſirung erzeugten Sitten zu fuͤgen. Erſt nach Beendigung dieſer allgemeinen Staaten⸗Revolution wird man im Stande ſeyn, die aus dem allen ſich ergebenden Folgen zu wuͤrdigen. Auf jeden Fall aber mag es der Muͤhe werth ſeyn, in dem Gange der Zeit die Thatſachen, durch welche jene gewaltige Veraͤnderung in der geſellſchaftlichen Ordnung ſich ankuͤndet, noch etwas naͤher zu bezeichnen.