Teil eines Werkes 
1. Theil (1821)
Entstehung
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Gefuͤhl, vermoͤge deſſen ſich jeder Staat und jedes Volk ihm ſelbſt kennbar macht, und das jedem ſo eigen iſt, wie ſein eigener Athem, erloͤſchen? Letzteres kann ich kaum glauben. Es findet ſich in dieſem Bilde etwas, das mein Auge beleidigt; und wenn ich am Ufer der Tiber Beſchluͤſſe des Staatsraths an den Straßenecken und Pfeilern angeklebt ſehe, ſo mahnt eine innere Stimme mich laut genug, daß ich auf Roͤmiſchem Boden wandle, und nicht im Lande der Celten, an den Ufern des Indre oder des Adour. Wohl koͤnnen Nationen, die weder Geſchichte noch Ueberlieferungen haben, ſich eine in die andere ver⸗ ſchmelzen: von Seite ſolcher Voͤlker hingegen, welche den Jahrhunderten der Vorzeit einen lange dau⸗ ernden Ruhm verdanken, bleibt jenen Jahrhunderten fortwaͤhrend und unwillkuͤrlich ein Dienſt geweiht, welcher die Seele ihrer National⸗Geiſter ausmacht, und den Regierungsbeſchluͤſſe eben ſo wenig zu zer⸗ ſtoͤren vermoͤgend ſeyn duͤrften, als ſie im Stande ſind, die Geſchichte ſelbſt zu vernichten.

Da indeß jene, beynahe auf alle Laͤnder ſich er⸗ ſtreckende, Zertruͤmmerung des geſammten Feudal⸗ ſyſtems, und jene Abſchaffung der Privilegien und Kaſten, mit welcher zugleich auch eine vollkommene Gleichheit der Rechte fuͤr alle Buͤrger proclamirt wurde, den Einfluß der individuellen Kraͤfte aufheben muß, um ebendemſelben in dem Geſetze, das heißt, in der allgemeinen Kraft ſeine Stelle anzuweiſen,