Teil eines Werkes 
2. Theil (1821)
Entstehung
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Alle dieſe Inſtitutionen dienen, ohne Eiferſucht zu erregen, der Nacheiferung zum Sporn. Das Band zwiſchen den ausgezeichnetern Mitgliedern der Nation wird durch ſie enger geknuͤpft, und zu Freund⸗ ſchaften unter ihnen der Grund gelegt. Sie druͤcken den Erzeugniſſen des Landes ein Gepraͤge von Natio⸗ nalitaͤt auf, und dienen vermittelſt deſſen dazu, das geheiligte Kleinod des National⸗Charakters zu be⸗

wahren. In nicht minderm Grade moͤgen ſie zur Erhal⸗

tung jener Einfalt der Sitten beytragen, welcher die

verbreitet, ſind folgende: Erſtlich, die Geſellſchaft vor⸗ züglicher Schweizeriſcher Künſtler, die ihre Ver⸗ ſammlungen alljährlich zu Zofingen, im Canton Aargau, abhält, und zu welcher auch ausgezeichnetern Nichtkunſtgenoſſen der Zu⸗ tritt keinesweges verwehrt iſt. Sodann die erſt ſeit wenigen Jah⸗ ren errichtete Geſellſchaft der Freunde der Natur⸗ wiſſenſchaften, welche Deutſche, Franzöſiſche und Italiä⸗ niſche Zungen unter ihren Mitgliedern zählt, und abwechſelnd in einer der anſehnlichern Schweizer⸗Städte zuſammenkommt. Ferner, die aus den Drümmern der vormahls berühmten, im Jahr 1760 von zwey verdienſtvollen Schweizern, dem Rathsherrn Doctor Hirzel, aus Zürich, und Staatsſchreiber Iſe⸗ lin, aus Baſel, in Schinznach geſtiftete, und ſpäterhin nach Olten verlegte Helveriſche Geſellſchaft, die durch die Revolution in Trümmer ging, und ſeither noch nicht wieder in ein kraftiges Leben hat können zurückgerufen werden: und end⸗ lich die äußerſt zahlreiche, ebenfalls an keinen beſondern Ort, je⸗ doch, ihrer örtlichen und perſönlichen Bedürfniſſe wegen, auf jeden Fall an eine der geräumigern und gaſtfreundlichern Städte der Schweiz gebundene allgemeine Schweizeriſche Mu⸗ ſikgeſellſchaft, die ſich, ihrer urſprünglichen Einrichtung nach, alljährlich verſammeln ſollte, feit einiger Zeit aber mehr als Eine langwierige Unterbrechung erlitten hat. A. d. Ueb.