Teil eines Werkes 
2. Theil (1821)
Entstehung
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Schweiz einen Theil ihres Glanzes zu verdanken hat. Denn jede der Staͤdte, in denen jene Vereine wech⸗ ſelsweiſe zuſammenkommen, oͤffnet den Kuͤnſtlern ſo⸗ wohl, als den Gelehrten ihre Thore, um ſie unter den Formen der alterthuͤmlichen Gaſtfreundſchaft in ihren Schooß aufzunehmen. Man bewillkommt ſich als Bruͤder, und die Tage ſolcher Zuſammenkünfte werden den feſtlichſten des Jahres beygezaͤhlt. Man⸗ cher unternimmt eine ſolche Reiſe zu Fuße, und kehrt mit Kenntniſſen bereichert und unter wohlthuenden Regungen des Gemuͤthes nach Hauſe zuruͤck. Einer begleitet den Andern in ſeine Heimath, und gegen⸗ ſeitig begeiſtert man ſich zu dem Verlangen, bey der naͤchſten Verſammlung das Wohlgefallen der Geſell⸗ ſchaft neuerdings zu verdienen.

Beſſer als keine andere, wuͤrden ohne Zweifel geſellſchaftliche Einrichtungen ſolcher Art fuͤr den gan⸗ zen Zuſtand von Italien paſſen. Auch dieß Land kann, ſo wenig als die Schweiz, eine Hauptſtadt oder einen Hauptort haben: aber auch die Italiaͤ⸗ ner tragen, ſo wie die Schweiz, nur einen Nah⸗ men, ſprechen dieſelbe Sprache; und da ſie alle ge⸗ meinſam fuͤr den literariſchen Ruhm ihres Vaterlan⸗ des verantwortlich ſind, ſo ſollten ſie ſich auch alle zur Behauptung desſelben vereinen.

Und in der That, warum ſollten jene ausge⸗ zeichneten Koͤpfe Italiens, an denen es dem Lande

bis auf den heutigen Tag keineswegs fehlt, warum