Teil eines Werkes 
2. Theil (1821)
Entstehung
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maͤhlde bleiben, ſo lange die Verſammlung dauert, ausgeſtellt. Dieſe Zeit iſt hinreichend, um ſowohl die Verdienſte jener Kuͤnſtler zu wuͤrdigen, als auch ihre Fehler zu ruͤgen. Das von der Geſammtheit des Kuͤnſtlervereines uͤber jene Arbeiten gefaͤllte Ur⸗ theil iſt von nicht minderm Gewichte, als die oͤffent⸗ liche Meinung, kann, wie dieſe, zuweilen betruͤben, aber niemahls beleidigen. Bald ſieht man eine An⸗ zahl das Studium der Naturwiſſenſchaften betreiben⸗ der Gelehrten ſich an einem verabredeten Orte einfin⸗ den. Jeder derſelben legt die Fruͤchte ſeiner Unter⸗ ſuchungen als Gabe auf den gemeinſamen Altar. Solches geſchieht ohne alle Prahlerey, aber zugleich mit dem Verlangen, hinwieder ſelbſt auch von neuen Entdeckungen zu hoͤren. Die Geſellſchaft ernennt einen Praͤſidenten, deſſen Stelle ein Jahr dauert, und waͤh⸗ rend dieſer Zeit den Beruͤhrungs⸗ und Annaͤherungs⸗ punct zwiſchen den Mitgliedern des Vereines ausmacht. Eine dritte, nach denſelben Grundſaͤtzen errichtete, unter dem Nahmen der Helvetiſchen bekannte Geſell⸗ ſchaft, hat die Verbreitung der Vaterlandsliebe, des Wiſſens und der Literatur zum Zwecke. Ein Verein fuͤr Muſik iſt es endlich, welcher die Liebhaber dieſer, mit den Empfindungen des Herzens in ſo enger Verwandt⸗ ſchaft ſtehenden, Kunſt zu allgemeinen Harmonien zu⸗ ſammenfuͤhrt*).

*) Die Schweizeriſchen Kunſt⸗ und Literatur⸗Vereine, über welche ſich der Verfaſſer mit einem ſo wohlwollenden Enthuſiasmus