256 legt hatten, ohne Zweifel, wer weiß, auf wie viele Generationen hinaus verlaͤngert haben.
Inzwiſchen ging Italien, unter ſich ſelbſt zer⸗ theilt und unter das Joch auslaͤndiſcher Beherrſcher gefangen genommen, von jener Epoche, in welcher Factionen, Kuͤnſte und Fantaſie ſeinen Ruhm zu einer glaͤnzenden Hoͤhe erhoben hatten, unvermerkt zu jenen Jahrhunderten der Laͤhmung uͤber, welche ihm die ultramontaniſche Staatskunſt bereitet hatte, um es vor den Anſteckungen der Philoſophie und Moral zu verwahren. Von der Zeit an blieben Er⸗ innerungen und Sammlungen des ſchoͤnen, ſeinen Stolz in die Vergangenheit, ſeine Ruhe aber in die Gegenwart ſetzenden, Landes alleiniger Schmuck.
Als etwas hoͤchſt Auffallendes kommt der Wi⸗ derſpruch zum Vorſchein, der ſich zwiſchen dem ur⸗ ſpruͤnglichen National⸗Geiſte der Italiaͤner und dem National⸗Charakter, zu welchem ſie ſelbſt ſich nach und nach gebildet hatten, fortwaͤhrend wahrnehmen ließ. Eine ſolche Disharmonie laͤßt ſich einzig aus der unveraͤnderlichen Fortdauer der Inſtitutionen, die man jenem Lande gegeben hatte, und aus je⸗ nem Zuſtande der Abſonderung erklaͤren, in welchen es den Regierungen gelungen war, die Bewohner desſelben zu verſetzen.
Auch die Sitten und Gewohnheiten des Lebens hatten ſich nach dieſem Grundſatze der Einfoͤrmigkeit gemodelt, und der Verlauf der Zeiten denſelben ei⸗


