Teil eines Werkes 
2. Theil (1821)
Entstehung
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da dem Menſchen ein Nachahmungstrieb inwohnt, der ſich, ihm unbewußt, auf eine Weiſe thaͤtig er⸗ zeigt, die eigentlich anſteckt und ſich eben ſo ſchnell als unvermuthet mittheilt.

Ich befand mich im Jahr 1791 in Italien. Damahls haͤtte kein Menſch es zu ahnen gewagt, daß dieß Land zehn Jahre ſpaͤter 300,000 Soldaten auf die Beine ſtellen wuͤrde. Ein Prophet, der ſich erfrecht haͤtte, ſolche Dinge vorher zu verkuͤnden, waͤre, und nicht mit Unrecht, als ein Tollkopf er⸗ klaͤrt worden; und dennoch haben wir ein Phaͤno⸗ men in Wirklichkeit uͤbergehen geſehen, das aber⸗ mahl eine neue Vergeſtaltung Italiens zur unaus⸗ bleiblichen Folge haben duͤrfte, deren Geſchichte zu ſchreiben erſt den kommenden Jahrhunderten aufbe⸗ halten iſt.

Die Geiſtlichkeit, deren eifriges Beſtreben un⸗ ablaͤſſig auf Beybehaltung der alterthuͤmlichen Inſti⸗ tutionen gerichtet bleibt, weil dieß die wuͤrdigſte Rolle iſt, welche Maͤnner ſpielen koͤnnen, die mehr Tugenden, als Leidenſchaften beſitzen, hat in Ita⸗ lien Unterwerfung mit Wuͤrde zu vereinbaren ge⸗ wußt. Mit ſtandhaftem Sinne ſah man ſie auf

dem Pfade fortwandeln, welchen ihr Oberhaupt ih⸗

nen vorgezeichnet hatte, deſſen großer Charakter ſich im Gefaͤngniſſe noch in glaͤnzenderm Licht, als auf dem Throne gezeigt hat.

Rechtsgelehrte und Advocaten gibt es in Ita⸗

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