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vermehrt hat. Italien hat naͤhmlich auf Einen Schlag ein Heer von 300,000 Mann in's Feld ge⸗ ſtellt, wozu das Koͤnigreich Neapel 3⁰,000, das Koͤnigreich Italien eben ſo viel, und das Franzoͤſi⸗ ſche Italien 140,000 Mann hat liefern muͤſſen. Dieſe Armee, ſo ungeheuer ſie ſcheinen moͤchte, be⸗ traͤgt gleichwohl nicht uͤber zwey vom Hundert der Geſammtbevoͤlkerung des Landes. Immerhin bleibt die Errichtung derſelben und das Spiel, welches durch ſie geſpielt worden, das bedeutendſte hiſtoriſche Ereigniß, welches Italien ſeit zwey hundert Jah⸗ ren in Bewegung geſetzt hat, und eines, deſſen Fol⸗ gen von hoͤchſter Wichtigkeit ſeyn koͤnnen.
In der That gewaͤhrte es ein ſeltſames Schau⸗ ſpiel, die Italiaͤner mit Ein Mahl die Aufhebung der Kloͤſter und die Aufſtellung einer Armee beſchlie⸗ ßen zu ſehen. Nicht weniger ſetzte jene Leichtigkeit in Erſtaunen, womit die Militaͤr⸗Geſetze gehand⸗ habt wurden, und ſelbſt die vortrefflichſten Krieger der Welt haben der Art, wie die Italiaͤner auf den Schlachtfeldern zum Vorſchein kamen, ihren Bey⸗ fall nicht verweigern koͤnnen.
Die maͤnnlichen Kraͤfte der Nationen ſind bey den verſchiedenen Voͤlkern und unter allen Him⸗ melsſtrichen, gleichſam dieſelben; allein ſie muͤſſen durch Aufregung der Fantaſie, der Intereſſen und der Leidenſchaften in Thaͤtigkeit geſetzt werden. Die⸗ ſer Antrieb aber laͤßt ſich ihnen um ſo leichter geben,


