Teil eines Werkes 
2. Theil (1821)
Entstehung
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26 einen Kreis hinſetzt und Mahlzeit hält. Iſt dieſe beendigt, ſo wird mit der Arbeit fortgefahren, und nicht wieder ausgeſetzt, bis der Tag zu Ende iſt. Alsdann geht jede Familie auf Beſuch zu ihren Nachbaren, und erzaͤhlt ihnen von den Schaͤtzen, in deren Beſitz ſie durch ihre Ernte gekommen ſey.

Kaum iſt unſere Mais⸗Ernte zu Ende, ſo wird der Boden zum Behufe einer friſchen Korn⸗ ausſaat neuerdings umgegraben. Nach dieſer zwey⸗ ten Ernte pflanzen wir auf unſern Feldern nichts weiter an, als verſchiedene Arten von Gemuͤſen. Und ſomit traͤgt unſer Land Wein und Baunfruͤch⸗ te, Getreide und Gartengewaͤchſe, Laub und Gras fuͤr das Vieh. Wir beſchweren uns keinesweges daruͤber, daß unſer Boden nicht fruchtbar genug ſey; wohl aber ſind die Bedingniſſe, die man den Paͤchtern auflegt, druͤckend; fuͤr alle ihre Muͤhe und Arbeit kommt ihnen nur wenig zu gute; und iſt das Jahr etwa weniger geſegnet, ſo ſind ſie im eigentlichen Sinne ſehr beklagenswerth.

Solche Klagen, mein Freund, hoͤrte ich im Schooße der reichſten Landſchaft von Europa ausgie⸗ ßen, und alles uͤberzeugte mich, daß ſie gegruͤndet ſeyen. Elend iſt die unablaͤſſige Gefaͤhrtinn eines ergiebigen Erdreichs; denn eben dieſe Fruchtbarkeit macht die Bevoͤlkerung ſo ſehr ſteigen, daß der Bo⸗ den, in unendlich kleine Theile zerſtuͤckelt, fuͤr ſich allein bald nicht mehr im Stande iſt, fuͤr dieſe ſich