Teil eines Werkes 
2. Theil (1821)
Entstehung
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nahmen; denn in dieſen mit Ulmen bepflanzten Fel⸗ dern hat man keinen Horizont im Geſichte. Zuletzt traf ich auf einige Ackersleute, die mir den Weg, welchen ich einzuſchlagen hatte, wieſen. Ich ergriff den Anlaß, um bey dieſen Leuten einige Erkundi⸗ gungen in Betreff ihrer Feldarbeiten einzuziehen. Von ihnen vernahm ich, daß der Boden, auf wel⸗ chem wir wandelten, vormahls Eigenthum eines Camaldulenſer⸗Kloſters geweſen, bey'm Ausbruche der Revolution aber von Speculanten gekauft wor⸗ den ſey, ohne daß der Wechſel des Beſitzers eine Aenderung in der Bewerbungsart der Guͤter bewirkt habe. Sie, die Erzaͤhlenden ſelbſt, hatten die Grundſtuͤcke zu nicht ſehr großen Abtheilungen in Beſitz genommen und bebaueten ſie. Der Verſtaͤn⸗ digſte derſelben machte mir von dem in dem Aſchen⸗ lande um Neapel uͤblichen Wirthſchafts⸗Syſteme nachfolgende Beſchreibung.

Wir unbeguͤterten Paͤchter, ſagte er,mie⸗ then nur ſo viel Land, als wir mit unſern Fami⸗ lien zu bewerben im Stande ſind, naͤhmlich vier bis fuͤnf Morgen. Unſere Lage iſt eben keine der preiswuͤrdigſten; denn fuͤr alle unſere Muͤhe und Arbeit kommt uns nicht mehr als ein Drittel der Ernten zu gut; die beyden uͤbrigen Drittel gehoͤren dem Grundherrn und muͤſſen an ſeinen Factor in der Natur abgeliefert werden. Pfluͤge haben wir keine; das Land wird durchgehends mit der Schau⸗