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dem ich eine Weile ſtehen blieb, um mich an der Betrachtung dieſer laͤndlichen Scene zu ergetzen, ſah ich eine Schar junger Landmaͤdchen auf mich zukom⸗ men, die unter der Muſik der Mohrentrommel zu ihren Feldarbeiten auszogen, und, ſich bey der Hand haltend, eine hinter der andern dahertanzten, eben den Fußpfad, den ich mir auserſehen hatte, verfol⸗ gend. Gern haͤtte ich dieſen Toͤchtern des Suͤdens den Anzug und die Friſchheit der Toſcaniſchen Baͤue⸗ rinnen mittheilen moͤgen; denn ihre Unbefangenheit und ihren froͤhlichen Sinn abgerechnet, hatten ſie mit dieſen nichts gemein. Eben die Natur, welche den Neapolitanerinnen ſo mannigfaltige Befoͤrde⸗ rungsmittel ihrer Gluͤckſeligkeit an die Hand gab, hat nicht fuͤr gut gefunden, daß ſie auch noch durch naive Grazie und anziehende Friſche gefallen ſollten. Ihre Geſichtszuͤge haben etwas Rauhes, ihr Teint iſt olivenfarbig, und was einzig an ihnen gefallen moͤchte, iſt jenes wunderſame Naturgefuͤhl, vermit⸗ telſt deſſen ſie jene geheime Harmonie zwiſchen den Bewegungen des Koͤrpers, den muſikaliſchen Toͤnen und den Gedanken zu errathen wiſſen.
Mittlerweile war ich unvermerkt von meinem Pfade abgekommen: ſtreifte aber, da ich eben keine Eile hatte, mich wieder auf den rechten Weg zuruͤck zu begeben, noch eine Weile unter leichten Ueber⸗ ſchattungen in der Gegend umher. Mein einziger Leitſtern war die Richtung, welche die Baumſchatten


