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auch jetzt noch nicht unerfuͤllt bleiben ſollte, heut zu Tage noch das Vorgebirge von Miſenum. Da es von der Meerſeite her leicht zugaͤnglich iſt, ſo hat man aufgehoͤrt, den dazu hinfuͤhrenden Landweg zu unterhalten. Zu Wagen laͤßt ſich nicht weiter ge⸗ langen, als bis nach Puzzuolo. Die andere Haͤlfte des Weges, die ſich laͤngs dem Ufer nach den Rui⸗ nen von Bajaͤ hinzieht, geht uͤber Felſen, und kann bloß zu Fuß oder zu Pferde, und auch auf dieſe Weiſe nicht ohne Beſchwerde zuruͤck gelegt werden. Ich zog vor, die Umgebungen des Meerbuſens, allen ſeinen Kruͤmmungen nach, zu Fuße zu durchwan⸗ dern, um in gaͤnzlicher Unabhaͤngigkeit der, in die⸗ ſem, durch Himmel, Witterung und Dichtkunſt ver⸗ ſchoͤnerten Revier, mich erwartenden Eindruͤcke zu genießen. Als ich Neapel verließ, brach eben der Tag an. Einzig von Erinnerungen aus vergange⸗ ner Zeit begleitet, gelangte ich ohne Anſtrengung bis an den Eingang der Hoͤhle von Poſilippo. In dieſem langen unterirdiſchen Gewoͤlbe fand ich nichts, als eine Nacht, gleich dem Dunkel der Graͤber, und vollendete den Gang nicht ohne eine peinliche Em⸗ pfindung; denn dieſer Durchpaß durch die Tiefen der Erde, obwohl er einer der großen Werke der al⸗ ten Roͤmer iſt, hat nichts Geheimnißvolles, und ſpricht zur Fantaſie einzig, um ſie zu verduͤſtern. Nicht ohne ein Freudengefuͤhl trat ich wieder an das Licht des Tages hervor, und lenkte nun, um fuͤr die


