Teil eines Werkes 
2. Theil (1821)
Entstehung
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Ufer, um die brennende Hitze des Tages zu mildern, und eine friſche und reine Luft, wie man ſie in der Regel nur unter noͤrdlichen Himmelsſtrichen einath⸗ met, mit des Suͤdens balſamiſchen Luͤften zu ver⸗ miſchen. Die Gebirge, mit Duͤnſten belaſtet, laſ⸗ ſen aus dem Schooße ihrer Wolken unzaͤhlige Baͤche herabfließen, daß ſie ſich durch die Ebene hinſchlaͤn⸗ geln und ihre Pflanzen und Kraͤuter bewaͤſſern. Das Ufer des Meeres hat durch ſeine Kruͤmmungen, gleichſam um die Stadt und ihre Umgegend vor Stuͤrmen zu ſichern, eine Bucht und zwey Vorge⸗ birge gebildet, und die Huͤgelabhaͤnge, welche den Geſichtskreis begrenzen, legen in ihrem weiten Um⸗ fange alle die mannigfaltigen Formen, womit die Natur ſich zu ſchmuͤcken pflegt, in buntem Gemenge vor Augen.

Die Stadt Ne apel ſelbſt, welche aus dem Hintergrunde jenes Seebuſens emporſteigt, ſcheint bloß als eine neue Verzierung, und einer noch groͤ⸗ ßern Mannigfaltigkeit wegen, zu dem uͤbrigen Reich⸗ thume des Amphitheaters hinzu zu kommen, damit eine große Scene des unſtaͤten Getreibes ſich mit der Achtung gebietenden Ruhe der Meere und ihrer Ufer vereine.

Das Vorgebirge, welches nordwaͤrts von der Bay von Neapel in's Auge faͤllt, traͤgt zur Stunde noch eben den Nahmen, den es von Aeneas erhalten hat, und heißt, gleich als ob Virgils Vorherſagung

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