Teil eines Werkes 
2. Theil (1821)
Entstehung
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Unweit von Itri zieht ſich die Straße in man⸗ nigfachen Kruͤmmungen, zwey Stunden lang, im Umkreiſe mehrerer, durch den Lauf einiger kleinen Fluͤſſe und durch Gehoͤlze von Steineichen gleichſam an einander gebetteter Thalgruͤnde herum. Nach dem Meere hin erblickt man die einſamen Felſen, auf welche die Citadelle von Gasta gegruͤndet iſt. Am Fuße ihrer Verſchanzungen beginnt, in der Naͤhe von Capua, jene vom Garigliano bewaͤſſerte, von den Fluthen des Meeres beſpuͤlte, fruchtbare und lachende Ebene, von den Italiaͤnern noch heut zu Tage Cam- pagna felice genannt, wo Marcus Tullius das Licht

welcher glaubte, es wäre noch nicht Zeit, ſich mit Rußland ab⸗ zuwerfen, ſtellte ſich böſe über Esmenard, und beſchloß, un⸗ geachtet er ſelbſt ihm den Gedanken zu jenem Pamphlet an die Hand gegeben, ihn dafür zur Strafe zu ziehen. Esmenard ward angewieſen, Frankreich zu verlaſſen, und wählte zum Orte ſeiner Verbannung Italien. Sein Exit dauerte drey Monathe. Dann wollte der Dichter von Neapel aus wieder nach ſeinem Vaterlande zurückreiſen, als ihn auf der Straße von Fondi ſcheu gewordene Pferde mit Einem Mahle über einen Abgrund hinaus riſſen, wo er an einem Felſen den Kopf zerſchmetterte und nach wenigen Tagen ſtarb. Eine Gattinn und drey Töchter weinten ihm aus der Dürftigkeit nach.

Esmenards Leben, ſagt ſein Biograph, Herr Michaud iſt mancherley Glückswechſeln unterworfen geweſen, und aus dieſem Grunde er ſelbſt ungleich beurtheilt worden. Kaum hat jemahls ein Schriftſteller mehr Feinde gehabt, als er: aber auch alle ſeine Feinde haben einmüthig zugegeben, daß er ein talent⸗ reicher Schriftſteller geweſen ſey.

Biographie universelle, Tome treizième, p. 311.

A. d. Ueb.