Teil eines Werkes 
2. Theil (1821)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

16

des Lebens erblickte, und wo er hinwieder ſeinen Tod fand.

In der That ſind dieß gluͤckſelige Gefilde, wenn anders die Gluͤckſeligkeit in einem einfachen, nicht ſo faſt durch Gedanken, als durch Empfindungen Ge⸗ nuß gewaͤhrenden Leben zu finden iſt, bey welchem der Menſch, an die fluͤchtigen Empfindungen der Außenwelt hingegeben, auf der Erde nichts als Bil⸗ der erblickt, noch in ſeinem Herzen etwas Anderes findet, als natuͤrliche Triebe... Es ſind gluͤckſelige Gefilde, wenn naͤhmlich die Wonne des Lebens in jener leichten Art des Seyns zu finden iſt, bey wel⸗ cher der Menſch niemahls gegen ſein eigenes Ich im Kampfe liegt, allem fremd bleibt, was Opfer und 3 Ruhm heißt, und gleichſam als ein Kind, mit des Kindes fluͤchtigem Sinne die Gaben annimmt, welche die Natur ihm darbiethet, und der Luſt ſich erfreut, welche er ſich in der Erfuͤllung ſeiner Wuͤnſche ver⸗ heißen ſieht!.. Herrliche Gefilde, die der Himmel beſtimmt hat, um die Fantaſie zu vergnuͤgen, und denjenigen, die keine andere, als die Sprache der Fantaſie ſprechen, zum Aufenthalte zu dienen!

Ueber einen Wieſengrund hin fuͤhrt die Straße unter die Mauern von Capua. Die Erinnerun⸗ gen, welche ſich an den Nahmen dieſer Stadt an⸗ knuͤpfen, laſſen nicht weniger als der Anblick dieſer Gegend uͤberhaupt, den Wanderer vermuthen, er werde ganz nahe bey Capua noch laͤndlichere Scenen,