Teil eines Werkes 
2. Theil (1821)
Entstehung
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im Walde. Gleich als in Waͤldern ſind auch in die⸗ ſem Orangenwalde Baͤume jedes Alters zu finden. Die einen wachſen, als Schoͤßlinge einer Wurzel, zuſammen um einen alten Stamm her; andere, die von ungefaͤhr aufkeimen, treiben ihre jungen Zweige zwiſchen dem Laube hervor. Ein Bach, als haͤtte er von ſeiner urſpruͤnglichen Bahn ſich verloren, be⸗ ſpuͤlt in duͤnnen Silberfaͤden den Fuß dieſer Baͤume, und verſiegt, ihre Wurzeln befeuchtend, in die Erde. In dieſem lieblichen Haine kann der Wanderer mit Luſt eine geraume Zeit bald umher ſtreifen, bald ausruhen. Auch an Fruͤchten iſt dieſer Orangenwald ſo reich, daß unter ihrer Laſt die Aeſte ſich beugen, und vermuthlich iſt es gerade dieſe uͤberſchwaͤngliche Menge von Fruͤchten, durch deren Anblick ſich jenes unwillkuͤrliche Gefuͤhl von Ehrfurcht wieder ausloͤſcht, das der erſte Anblick dieſer Wald⸗Partie, dergleichen unſer Himmelsſtrich noch keinen gruͤnen ſah, im Ge⸗ muͤthe erweckt hat*).

*) Wo die Pomeranzen⸗Bäume ohne menſchliche Kunſt und Zu⸗ thun in der Freye gedeihen, bey ihrem natürlichen Wuchſe ge⸗ laſſen werden können, und nach Art gewöhnlicher Obſtgärten in großer Anzahl beyſammen ſtehen, wie in den reizenden Gründen von Fondi, von denen hier die Rede iſt, da gewähren ſie ei⸗ nen überaus angenehmen und zumahl für den Nordländer, der zum erſten Mahle in die milden Gärten des Süden eintritt, und eines ſolchen Schmuckes der Natur, eines ſolchen Farbenſpieles und ſo kräftiger Wohlgerüche nicht gewohnt iſt, ſehr überra⸗ ſchenden Anblick.

Zur Zeit, als der Ueberſetzer in eben den Gegenden verweilte,