Teil eines Werkes 
2. Theil (1821)
Entstehung
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nur wenige braucht, um einen weiten Raum zu uͤberdecken. Ich ſelbſt habe mehr als Einen derſel⸗ ben, mit ſeinen bis zur Erde herabhaͤngendrn Ae⸗ ſten, fuͤr fich allein ein vollkommenes, kuppelfoͤrmi⸗ ges Gewoͤlbe bilden geſehen. Die Gebirge, auf de⸗ nen ſie thronen, in ihrer Huth haltend, faſſen dieſe hundertjaͤhrigen Baͤume das Brauſen und Blaſen der Winde auf, ohne zu zerſplittern, und halten das Erdreich, welches die Stuͤrme und Ungewitter ſonſt mit ſich fortreißen wuͤrden, feſt zwiſchen ihre Wur zeln zuſammengeklammert.

Eben dieſe Gebirge ſind an ihren tiefer liegen⸗ den Abhaͤngen mit Olivenwaͤldern bekleidet. Als in ihrem Mutterlande keimen und wachſen dieſe Baͤume gleichſam von ſelbſt, ohne anderweitige Nachhuͤlfe, und geben dem Landbauer, das Einſammeln der Fruͤchte ausgenommen, die er eine ganze Jahreszeit hindurch, ſo wie ſie zeitigen und abfallen, zu leſen hat, durchaus nichts zu thun. Zunaͤchſt um die Doͤrfer ſproßt zwiſchen Schutt und Truͤmmern der Feigenbaum auf, die Citronen wachſen in den Gaͤr⸗ ten; die Obſtbaͤume aber als Einfaſſung der uͤbrigen liegenden Gruͤnde. Die erſten Pomeranzenbaͤume erblickt der Reiſende, welcher von Rom kommt, in der Naͤhe von Fondi, und zwar ſind dieſelben hier weder in Spaliere verzogen, noch in Gefaͤße hinein⸗ gepflanzt, oder in ſteife Reihen und Glieder geſtellt, ſondern ſie wachſen frey und wild, wie der Eichbaum