Teil eines Werkes 
2. Theil (1821)
Entstehung
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mit den Urformen der Natur, nicht weniger, als mit dem Syſtem der Feldarbeiten dazu, den Ge⸗ ſammteindruck, welchen dieſe Landſchaft hervorbringt, zu vervollſtaͤndigen. Wirklich geht aus dieſem allen ein Ganzes hervor, das nicht allein die Einbildungs⸗ kraft des Wanderers mit einer Reihe mahleriſcher Gruppen bereichert, ſondern ihm auch ein fuͤhlbares Gemaͤhlde des Lebens und der Gluͤckſeligkeit, welche die Einwohner jener von ihm durchreiſeten Gegend genießen, vor Augen legt. Ob die Idee, welche er von jenen Gegenſtaͤnden auffaßt, richtig ſey oder nicht; auf jeden Fall behauptet ſie das Recht, auf eine bald mehr, bald minder angenehme Weiſe auf ihn einzuwirken. 3

In den ſchoͤnern Gegenden von Italien bekommt man keine ſolche ſchmutzige und winkelige Doͤrfer zu ſehen, in denen nichts als Duͤrftigkeit hauſet; keine jener duͤſtern Huͤtten, unter deren Daͤchern ſich Fa⸗ milie, Vieh und Hausvorraͤthe an Eine Stelle zu⸗ ſammengepfropft finden. Eben ſo wenig ſind hier, und dieß mag wohl der einzige Reiz ſeyn, der den erwaͤhnten Doͤrfern abgeht, wie in Frankreich, ſolche von Lindenbaͤumen uͤberſchatte te Dorfkirchen anzu⸗ treffen, die ein einfacher Sinn und der Kunſt wenig erfahrene Haͤnde dem Ewigen geweiht haben.

Die unbedeutendſten Dorfkirchen Italiens wuͤr⸗ den anderwaͤrts Staͤdten zur Zierde gereichen. Selbſt jede am Wege oder einſam im Walde ſtehende Ka⸗

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