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Historische Novellen und Erzählungen in Prosa und Versen / von Johann Luft
Entstehung
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Zeitlich und ewig.

Wie prangſt du, Erd', in Frühlingstracht gekleidet, Ein Bild ſchon deß, das künftig iſt!— Doch mancher Schmerz, der hier die Bruſt durchſchneidet, Und manches Glück, das im Genuß verſcheidet,— Sie zeugen, daß du zeitlich biſt.

Denn wo des Wechſels wandelvolles Walten Der Stunde dunkeln Gang umſchwebt, Da gleiten nicht des Lebens Huldgeſtalten Aus ew'ger Quelle; rein und ſtät entfalten Sie Höhen nur, von Licht durchwebt.

Hier, wo die Lieb' um Urnen der Geliebten Die traurige Cypreſſe ſchlingt, Wo Thränenfluth, in Klagen des Betrübten, Der Gräber Moos bethaut, wenn Vollgeübten Im Schickſalskampf er Opfer bringt:.