„Sprecht, Euthanaſia! ſprecht!“ bat Enſu sio.
„Was, was ol ich ſagen?“— ſtammelte die Graͤfin zuſammenbebend.„Laßt mich los! Eure Hand iſt mit Blut gefaͤrbt!— Euer Gewand davon durchnaͤßt!— O Gott, Gott, daß ich das erleben mußte!— Geht, geht! Ihr ſeyd kein Menſch! Euer Herz iſt Stein! Eis fuͤllt Eure Adern!— O Leodino! Leodino!“
Thraͤnen entſtroͤmten jetzt ihren Augen, und. das Entſetzen, welches ſie ergriffen hatte, ging in unendlichen Schmerz uͤber. Nachdem ſie indeß durch Zaͤhren ihre Bruſt in etwas erleichtert hatte, ehrte ihre Faſſung wieder.„Wir ſahen uns jetzt 8 zum Letztenmal!“ ſprach ſie, zu Caſtruccio gewandt,
„Belagert mein Schloß, wenn es Euch anders be⸗
liebt! Schleift es ſo, daß kein Stein auf dem an⸗
dern bleibe, um die Stelle zu verkuͤnden, wo es einſt geſtanden! Nimmermehr aber werde ich mich willkuͤhrlich einem Tyrannen, einem Moͤrder un⸗ terwerfen.— Thut, wie Ihr wollt!— Das Schlimmſte habt Ihr bereits gethan— Ihr habt


