Teil eines Werkes 
2. Band (1824)
Entstehung
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zu thun. Seine Gattin iſt meine Verwandte, meine Freundin; Leodino, obgleich Euer Feind, zeichnet ſich uͤbrigens durch viele Tugenden aus. Wollt Ihr Euch einen treuen, aufrichtigen Freund erwerben: ſo verzeiht ihm! Seine Dankbarkeit wird ihn mit unaufloͤslichen Banden an Euch knuͤpfen. Koͤnnt Ihr es indeß nicht uͤber Euch ge⸗ winnen, Eurem bisherigen Gegner zu vertrauen: ſo verbannt ihn! Aber ich beſchwoͤre Euch: ſchenkt ihm das Leben.“ Caſtruccio ſchien von dieſer Rede einigermaßen bewegt, aber er erwiederte:—„Es kann nicht ſeyn! Es thut mir leid, gezwungen zu ſeyn, Euch Eure Bitte abzuſchlagen. Eine ſolche Milde waͤre gefaͤhrlich. Denkt nicht mehr daran, und laßt mich Euch erſuchen, meinen Antrag von vorhin zu uͤberlegen! Seyd uͤberzeugt, daß ich Euch dieſe Wahl, ob Krieg, ob Frieden zwiſchen uns ſeyn ſoll, nur nach reiflichem Nachdenken ſtellte!— Mein Entſchluß iſt gefaßt. Ueberlegt, welche Folgen ein Widerſtand von Eurer Seite nach ſich ziehen wuͤrde! und ſendet mir morgen Eure Antwort.“