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den Graͤfin von Valperga.„Ihr ſeyd die Herrin dieſes Schloſſes? Euthanaſia iſt Euer Name?“ fragte ſie dann in einem ſchwermuͤthigen Tone. „So iſt es!“ entgegnete die Graͤfin.„Nun aber moͤchte ich Euch auch fragen, wer Ihr ſeyd, die Ihr einſam und kummerbeſchwert daher wan⸗ dert? Glaubt mir, es wuͤrde mich freuen, woll⸗ tet ihr mir Euren Gram entdecken. Vielleicht waͤre ich im Stande, Euch Troſt zu ſpenden. Druͤckt Euch eigene Schuld: o ſo vertrauet Euch mir! Ich
will Euer Beichtiger ſeyn, und Euch Hoffnung
als Buße auferlegen.— Betrauert Ihr Eure Freunde: o dann weinet auch nicht! Das iſt ein Gram, den nur die Zeit zu lindern vermag.— Beruhigt Euch! Wie gern moͤchte ich, daß meine Worte Euch den Frieden gaͤben, der ach, ſchon laͤngſt aus meiner Bruſt gewichen iſt!“— „Wie?“ fragte die Pilgerin erſtaunt,„Ihr waͤ⸗ ret nicht gluͤcklich?“. „Ich war es,“ entgegnete Euthanaſia,„jetzt aber ſind truͤbe Wolken an meinem Lebenshori⸗ zonte aufgegangen. Ich bin es nicht mehr!—


