Teil eines Werkes 
2. Band (1824)
Entstehung
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Guelphen; aber ich hoffe, Ihr werdet Euer und

mein Gluͤck keinem thoͤrigten Pariheigeiſte auf⸗

opfern. 41

Euthanaſia erwiederte in einem ſanften, ſchwer⸗

mäͤthigen Tone:Ich liebe Euch, Caſtruccio, aber ich liebe auch meine Vaterſtadt! Noch mehr aber,

als Euch, als Florenz, ja als mich ſelbſt, liebe

ich den Frieden! Ach, mein Herz blutet, wenn

ich des Unheils gedenke, das der unſelige Krieg

anrichtet! Ihr, Caſtruccio, Ihr jagt einem

Schattenbilde nach. Wonach ſtrebt Ihr? Nach

Ehre, Ruhm, Oberherrſchaft? Welchen Werth haben dieſe Guͤter, muß man ſie durch Tyrannei

erkaufen? O, lernt Euch doch zuvor ſelbſt be⸗ herrſchen! Gebt der Vernunft, der Tugend Gehoͤr! Zuͤgelt Euren Ehrgeiz, Eure wilden Leidenſchaf⸗ ten! Dem Feinde meiner Geburtsſtadt, dem

Moͤrder meiner Jugendfreunde, dem Zerſtoͤrer al⸗ les deſſen, was mir lieb und werth iſt, werde ich

nimmer meine Hand reichen! Von dieſem Augen⸗ blick an iſt unſer Verhaͤltniß aufgehoben! Jeder von uns geht fortan ſeinen eigenen Weg! Moͤget