Teil eines Werkes 
1. Band (1824)
Entstehung
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jeder Beſorgniß, ſchweiften ihre Gedanken freu⸗ dig umher, in dem Gebiet ihrer ſchwaͤrmeriſchen Einbildungskraft, welche ihr das Verhaͤltniß zu unſerem Helden mit jedem Tage immer mehr und mehr, als ein vom Himmel geheiligtes, erſchei⸗ nen ließ; und Caſtruccio ſchauderte, wenn er des Augenblicks gedachte, in dem er dennoch genoͤ⸗ thigt ſeyn werde, ſie zu enttaͤuſchen. Er kam, dieſer furchtbare Moment. Der Schleier fiel— und auf das ſchreckenvollſte, lag nun die Wirk⸗ lichkeit vor den Augen der Ungluͤcklichen da!

Sie ſaßen beiſammen, in Beatricens Gemach. Die holde Schwaͤrmerin hatte ihre Arme um den Geliebten geſchlagen, ſie fuͤhlte ſich uͤberſelig. „Der Mond wird morgen erſt ſpaͤter am Himmel verſchwinden;“ fluͤſterte ſie,„du darfſt dich nicht hieher wagen, mein Caſtruccio! Aber ſage mir nun, biſt du denn jetzt ein Buͤrger von Ferrara geworden? Oder willſt du mich mit dir nach Lucca nehmen?“

Caſtruccio vermochte ihren ſanft, aber ernſthaft fragenden Blick nicht zu ertragen. Er wandte