Teil eines Werkes 
1. Band (1824)
Entstehung
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Caſtruccio erſchien.— Stand es in der Macht menſchlicher Tugend, der Einladung eines ſo reizenden Maͤdchens zu widerſtehen: war we⸗ nigſtens die unſeres Helden nicht ſtark genug, ei⸗ ner ſolchen Verlockung Trotz zu bieten.— Er erſchien— und ſank in Beatricens, nur zu willig geoͤffnete Arme— die ihm, als erſt die jung⸗ fraͤuliche Schaam beſiegt war, ein Herz voll un⸗ endlicher Zaͤrtlichkeit und Liebe aufſchloß. Er kehrte immer wieder und wieder— und wenn die Nacht ihren Schleier uͤber Ferrara ausgebrei⸗ tet hatte, durchwachte er wonnige Naͤchte, von den Armen der reizenden Beatrice umſchlungen.— Aus dieſem Sinnentaumel ward er zwar dann und wann durch die Aeußerungen der Schwaͤrmerin, daß ſie ihn auf immerdar als den Ihrigen be⸗ trachte, geweckt; dann bebte er zuſammen, und der Gedanke, treulos gehandelt zu haben, durch⸗ zuckte ſeine Seele. Aber er hatte ſich ja durch kein Geluͤbde gebunden— ſie hatte ſich ja unbedingt ihm uͤbergeben.— Dennoch aber erſtieg die Er⸗ innerung an Euthanaſia, an die hochherzige, ihm