Teil eines Werkes 
1. Band (1824)
Entstehung
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Am naͤchſten Morgen traf ſie im Gemache des Biſchofs abermals mit unſerem Helden zuſam⸗ men. Jetzt blickte ſie ohne Verlegenheit auf ihn, und haͤtte ihr jungfraͤuliche Schaam nicht die Lip⸗ pen verſchloſſen: ſie waͤre im Stande geweſen, offen und frei die Gefuͤhle zu bekennen, die ihr in ihrer Schwaͤrmerei, wie von obenher geheiligt, erſchienen. Am geſtrigen Tage war ſie ſchuͤchtern und zuruͤckhaltend geweſen; jetzt leuchteten ihre Augen vor Entzuͤcken; unverkennbare Freude thronte auf ihrer Wange, und faſt zaͤrtlich ward ihr Ton, wenn ſie ihre Rede an Caſtruccio rich⸗ tete. Unſer Held erſchrak, denn grade dieſer Ton erinnerte ihn an Euthanaſia's liebevolle Worte, an ſie, die er leider zu lange ſchon ver⸗ geſſen hatte. Wenn er aber dann wieder auf die holde Seherin ſchauete, konnte er nicht umhin, ſich leiſe zuzurufen:„Wie ſchoͤn— wie himmliſch ſchoͤn ſie iſt!“

So vergingen mehrere Tage. Beatrice ward neuerdings verlegen; es ſchien, als ob ſie Caſtruc⸗ cio etwas mitzutheilen habe, und als wage ſie es