— 1831—
verlaſſen! er ſchlummert ſanft. Da ſchauei nur heh wie er laͤchelt!“
Sie ſprach dieſes leiſe, aber ihr Geſicht war ungemein belebt. Da erwachte der Biſchof.„Bea⸗ trice, mein Kind,“ ſprach er,„ich habe lange ge⸗ ſchlafen, und fuͤhle mich um vieles leichter.“ Jetzt gewahrte er Caſtruccio, und hin trat dieſer nun zu dem Lager, und ausfuͤhrlich berichtete er dem Freunde den gluͤcklichen Erfolg des Unternehmens. So vergingen mehrere Stunden, waͤhrend wel⸗ cher Zeit Caſtruccio bald erzaͤhlte, bald ſtaunend auf die reizende Wahrſagerin ſchauete, welche raſtlos fortfuhr, dem Greiſe die zaͤrtlichſte Sorge zu ſpenden.„Wie ſchoͤn ſie iſt!“ dachte er,„was aber ſoll aus mir werden?“ Seine Augen fielen auf die Silberplatte, welche ihre Stirn ſchmuͤckte. „Ja ſie iſt wirklich eine Ancilla Dei, eine dem Ewigen und der Keuſchheit geweihete Jungfrau? Aber ihre feurigen Augen, ihre gluͤhende Wan⸗ ge, und ihre herrliche Geſtalt gehoͤren keiner Nonne! Ach, Beatrice, wollteſt du dich nur dem Ewigen weihen: haͤtteſt du einen undurchdringli⸗


