13.
So wie das Gefecht voruͤber war, und Caſtruc⸗ cio gewahrte, daß Obizzo nur noch ſeinen friedli⸗ chen Fuͤrſtenpflichten oblag, flog er nach dem Pa⸗ laſte des Biſchofs; denn er war erſtaunt, dieſen nicht unter den Edlen zu gewahren, welche den Thron des Fuͤrſten umgaben. Der Greis war durch Unpaͤßlichkeit verhindert worden, ſich den Uebrigen anzuſchließen; denn die Begebenheiten der letzten Tage hatten ſeinen hinfaͤlligen Koͤrper maͤchtig erſchuͤttert. Unſer Held ward in ein Ge⸗ mach gefuͤhrt, in welchem der Praͤlat auf einem prachtvollen Ruhebette ſchlummerte, waͤhrend ſein Schuͤtzling, die liebliche Beatrice, pflegeſpendend ihm zur Seite ſtand. Als Caſtruccio eintrat, uͤberflog eine hohe Roͤthe ihre Wange, vergebens aber ſuchte ſie die Freude zu verbergen, die ihr ſein Erſcheinen gewaͤhrte.
„Es geht beſſer mit ihm!“ fuuͤſterte ſie, Ca⸗ ſtruccios Frage erwiedernd,„Das Fieber hat ihn


