Teil eines Werkes 
1. Band (1824)
Entstehung
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dem Befinden der holden Wahrſagerin erkundigt habe.

Aber trotz des prachtvollen Gefaͤngniſſes, ſchwanden dem Fuͤrſten und ſeinem Gefolge den⸗ noch die Stunden nur bleiern dahin, und laut auf jubelten ſie, als ſie das Licht der Sterne in dem Glanze der Morgenſonne erbleichen ſahn. Jetzt vernahmen ſie Pferdegetrampel, denn die Roſſe, welche ihnen der Biſchof ſandte, langten vor dem Thore des Palaſtes an. Der Marcheſe, Caſtruccio, auch ihr Gefolge, beſtiegen ſie, und langſam bewegte ſich nun der Zug durch die Gaſſen Ferrara's hin, waͤhrend ſich ihm immer mehr und mehr Bewohner der Stadt anſchloſſen, welche, ſich einander den Namen des Marcheſe zufluͤſternd, ſtaunend auf die Reiterſchaar blick⸗ ten, die, in einer der vorzuͤglichſten Straßen Fer⸗ rara's angelangt, nun ploͤtzlich ihre Roſſe in Ga⸗ lopp ſetzte, und unter dem lauten Kriegsgeſchrei der Ghibelinen durch die Stadt ſprengte, die Be⸗ wohner derſelben auffordernd, ſich mit ihr zu ver⸗ einen, um die fremden Tyrannen zu verjagen;

Caſtruceio. 1. Band. 12