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ritterlichen Sinn, den der Knabe an den Tag
legte.— So kam der Abend heran; und ernſter
ward das Geſpraͤch, denn man gedachte, daß man ſich am naͤchſten Morgen ſchon wieder trennen muͤſſe. Caſtruccio ſaß gedankenvoll da, und blickte auf ſeine Jugendgeſpielin, wie auf einen Schatz, der ihm nun bald, vielleicht auf immer, entriſſen werden ſollte. Euthanaſia hatte ihre Augen zu Boden geſenkt, aber die wechſelnde Farbe auf ihrer
Wange verkuͤndete, daß ſie uͤber einen Gedanken nachſinne, dem ſie keine Worte zu geben wage.
Endlich ſchlug ſie ihre ſeidenen Wimpern empor: „Caſtruccio,“ ſprach ſie, und ihre Stimme bebte, „mit dem naͤchſten Fruͤhroth ſcheiden wir aufs neue, vielleicht auf lange— vielleicht auf im⸗ mer! Verſprich der Gefaͤhrtin deiner Jugend, ſie nicht zu vergeſſen— ihr Freund zu bleiben im⸗ merdar— und dich in jeder Noth an ſie zu wen⸗
den— ſie dagegen in jeder Roth zu beſchuͤtzen!“
„Ich“ erwiederte Caſtruccio, und eine große Thraͤne rollte uͤber ſeine Wange hinab,„bin nur ein Verwieſener!— Du biſt reich und gluͤck⸗


