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beladenen nächtlichen Reuters vertauſcht ha⸗ ben würde.
Er ritt dahin, der einſame düſtere Wan⸗ drer durch die Gaſſen, den Schauplatz ſeiner kindlichen Spiele,— er ſah das Haus ſeiner Väter, aber er vergoß keine Thräne. Glaube indeß nicht, mein freundlicher Leſer, daß ſeine Bruſt ruhig war, im Gegentheil, es tobte ein furchtbarer Kampf in ſeinem In⸗ nern und an ſeinem Herzen nagte ein ſchwe⸗ rer Gram. Unaufhaltſam ritt er dahin, bis er durch das heilige Thor und an einen Punkt gekommen war, wo er nunmehr Athen zum letztenmal erſchauen ſollte— jetzt hielt er ſein Roß an, um noch einen Blick auf die Stadt ſeiner Väter zu richten.—
Die Natur, ſo ſagt man, erborgt die Farbe des Gefühls, mit dem wir ſie betrach⸗ ten; die Landſchaft wird lachender, beſchaut von dem Auge des Fröhlichen, ein trüber Flor aber umzieht ſie, wenn der Blick des


