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Die Tochter des Verbannten
Entstehung
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und man hörte jetzt nichts mehr, als das Schlagen der Wellen gegen das Athenienſtſche Ufer. Furcht und Hoffnung, die Pläne des Ehrgeizes und die heiße Begierde nach Ruhm ſchlummerten für den Augenblick und die ſonſt ſo unruhige Stadt war ruhig. Hätte man aber in das Innere der Wohnungen ſchauen können, man hätte ohne Zweifel manches wache Ange, manche ſtürmiſch bewegte Bruſt entdeckt; doch die Stadt ſelbſt, mit ihren prächtigen Denkmählern, ihren Tempeln, die⸗

ſen Monumenten des Geſchmacks und der

Frömmigkeit, ihrer ſtarken Citadelle, und ih⸗ ren langen Straßen, welche ſich durch faſt unabſehbare Reihen herrlicher Gebäude da⸗ hindehnten, lag in ihrer ganzen nächtlichen Prackt da. Mit welchen Gefühlen mag wohl der Fremde dieſe Herrlichkeiten betrachtet ha⸗ ben, wenn ſein Auge ſie zum erſtenmal er⸗ ſchaute, wie aber vermöchten wir die Em⸗ pfindungen deſſen zu beſchreiben, welcher dieſe Stadt nach langer Abweſenheit wieder be⸗