Die Tochter des Verbannten, Novelle. 1.
Der Abend ſank herab, in der ganzen Schön⸗ heit eines griechiſchen Himmels und die Sonne ſchien in ihrem Laufe zu zögern, als ſie mit ihren letzten Strahlen das prachtvolle Athen beleuchtete. Das Geräuſch des täglichen Le⸗ bens legte ſich nach und nach, Alles folgte der Aufforderung zur Ruhe, und die vor
Kurzem mit Menſchen angefüllten Gaſſen wa⸗ ren leer und verödet. Nur hie und da ver⸗
nahm man den Geſang des Seemannes, der ſein Tagewerk auf morgen vorbereitete, oder
ddie ſanften Töne eines Verliebten. Aber auch
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dieſe verklangen endlich und als die Dunkel⸗
heit völlig hereingebrochen war, hatte die Natur ihr volles Recht in Beſitz genommen,
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