164 dankens nicht erwehren, wie gluͤcklich Ro⸗ ſalie an der Seite eines ſo durchaus wuͤrdi⸗ gen Mannes haͤtte werden muͤſſen, wenn Joſephinens Thorheit ſie nicht fuͤr im⸗ mer getrennt haͤtte. Roſalie, davon war ſie feſt uͤberzeugt, wuͤrde der Liebe und den Bewerbungen des Grafen nicht wider⸗ ſtanden haben, wenn die Baronin nicht, gleich zu Anfang ihres Verhaͤltniſſes mit dem Prinzen, thoͤrige Wuͤnſche und Hoff⸗ nungen in dem Herzen ihrer Pflegetochter erweckt haͤtte; denn weihte ihm nicht Ro⸗ alie, als ſie ihn naͤher kennen lernte, die
a ngetheilteſte Achtung, ja ſogar eine Be⸗ wunderung die an Liebe gräͤnzte?
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5 Der Graf war, zweimal durch No⸗ ſalie zuruͤckgewieſen, ſehr ſchuͤchtern gegen ſie geworden, und ſelbſt als er ihr allein gegenuͤberſtand, entſchluͤpfte kein Wort ſei⸗ nen Lippen, das auf die Vergangenheit ge⸗ deutet haͤtte; wie dankte ſie ihm dieſe milde Schonung ihrer Gefuͤhle! 1


