Teil eines Werkes 
2. Theil (1825)
Entstehung
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Prinzen zugefluͤſtert, was zu ihrem Nach⸗ theile gereichen mußte, aber ſein edles Herz verwarf es als etwas ganz Unglaub⸗ liches und ihrer Unwuͤrdiges, und ſein Glaube an ihren Werth und ihre Tugend ward keinen Augenblick dadurch erſchuͤttert. Es mag wahr ſeyn, ſagte er ſich, daß ſie den Prinzen geliebt hat, und welches Verbre⸗ chen waͤre dies denn auch, da der Prinz ganz dazu geeignet war, einem ſchoͤnen Her⸗ zen heftige Neigung einzufloͤßen? Jetzt aber iſt dieſes Band ſicher getrennt, wenn es je geknuͤpft ward; Roſalie hat ſich reiwillig zuruͤckgezogen und er iſt der Gatte einer Anderen geworden, ſo ſind ſeit laͤn⸗ gerer Zeit ſchon alle ihre Hoffnungen auf ſeinen Beſitz verſchwunden, ſie iſt frei und ich darf mich wieder um ſie bewerben.

Mit dieſen ſchoͤnen Ausſichten trat er die Reiſe nach Seethal an und ſein Herz ſchlug faſt hoͤrbar, als er bei dem Einfahren in den Schloßhof, Roſaliens geliebte