als ihre Schweſter, die von allen Dingen nur den aͤußern Schein auffaßt und ſich bei keinem die Muͤhe giebt, in das Innere zu dringen. Emil hat ſich viel beſſer in ſeiner Gewalt als ich, denn er iſt unter dem ſteten Zwang des Hoflebens aufgewachſen und weiß ſich beſſer zuſammenzunehmen.
Wie koͤnnte ich mich auch des angſtlich⸗ ſuͤßen Herzklopfens erwehren, wenn ich maͤnnliche Fußtritte auf dem Saale hoͤre, der zu dem Gemache der Prinzeſſinnen fuͤhrt? denn ſo oft Emil es nur kann, koͤmmt er in den Stunden dahin, wo er weiß, daß ich bei ſeinen Schweſtern bin. Oeffnet ſich dann die Thuͤre, ſo fliegt ein leiſes, freudiges Erroͤthen uͤber meine Wan⸗ gen und alle Pulſe ſtocken;— ſchnell aber ſuche ich mich dann wieder zu faſſen und eine Gleichguͤltigkeit zu heucheln, die nicht in mir ſeyn kann.
Emil nennt mich Du,— wie ſchwer wird es mir nun, in Anderer Gegenwart, ihn mit den kalten Worten anzureden, welche


