chen Wendung unſers Verhaͤltniſſes umfing, ſeine Verlobte, ſeine Gattin!— wie das Wort mich durchbebte! Meine Tante aͤchelte zufrieden, als er mich in ihrer Ge⸗ genwart mit dieſen heiligen Namen belegte; o ſie verſtand nichts von der Wonne, die in unſern Herzen war, denn ihr gilt kein Gefuͤhl, ſondern nur das Aeußere, das be⸗ merke ich immer mehr; wie haͤtte ſie ſich auch ſonſt an einen ſolchen Mann wegwer⸗ fen koͤnnen als es mein Onkel iſt, der von einem Menſchen kaum mehr als die aͤußere Geſtalt hat?—
Den 1ſten Juni.
Adelaide iſt jetzt anders gegen mich als ſonſt; ſollte ſie etwas in unſerm Betra⸗ gen bemerkt haben, das ſie auf die richtige Spur leitete? Wir ſind doch ſo vorſichtig, ſo gemeſſen gegen einander, wenn wir mit Fremden zuſammen ſind! Freilich iſt Ade⸗ laide viel ſcharfſichtiger und beſonnener


