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arm, wie duͤrftig, wie leer iſt das Leben ohne die Liebe! Jetzt weiß ich, was mir fehlte, als ich mich in all' dem Glanze der mich umgab, doch oft traurig und ungluͤck⸗ lich fuͤhlte; dich o heilige Liebe, dch kannte 10 damals noch nicht!
Den 16ten May.
Es wird mir moͤglich ſeyn, Emil eine zweite Zuſammenkunft zu geſtatten, meine Tante giebt mir ſelbſt die Mittel dazu an die Hand, indem ſie eine Landparthie an⸗ genommen hat, auf der ich ſie nicht beglei⸗ ten ſoll, weil ſich, wie ſie ſagt, einige junge Damen dabei beſinden werden, mit denen ſie mich nicht gern zuſammenbringt; ich werde Emil auf die verabredete Weiſe Tag und Stunde beſtimmen, denn morgen ſah⸗ ren wir an den Hof, wo Adelaidens Geburtstag gefeiert werden wird, und zwar mit allem nur erdenklichen Glanze, denn es iſt ein Prinz angelangt, der Abſichten auf ſie zu haben ſcheint, die man hegnuͤ⸗


