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deren auch geſehen, ohne uns eben damit zur Schau auszuſtellen!“
„Haltet Ihr mich denn nicht fuͤr faͤhig, auch das Schoͤne zu bewundern?“
„Du? nein Emil, denn Du biſt ja jetzt ein Stoiker, ein aͤchter Philoſoph und bewunderſt nichts als den Plato.“
„Wer hat Dir denn das geſagt, Ma⸗ thilde?“ fragte er mit einem fluͤchtigen Erroͤthen.
„Wer anders, als die Falten auf Deiner Stirn, denn nur ein Philoſoph hat dieſe bei ſolcher Jugend. 2
„Du moͤcheſt dennoch irren, liebe Schweſter,“ entgegnete er mit einem tiefen Seufzer,“ und wenn ich jetzt den Plato ſo eifrig ſtudire und bewundere, ſo dient er mir doch nur dazu, gewiſſe—— nun wie taufe ich es denn gleich?— gewiſſe Grillen zu zerſtreun. Ich bewundere noch Anderes als den Plato, aber ich bin mit dieſer Bewunderung uͤbel angekommen, und ſuche nun Troſt bei dem Stoiker.“ Er warf bei
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