durch ſie zu glaͤnzen. Nicht ſelten ward ihr die Auszeichnung, zu den jungen Prin⸗ zeſſinnen, den Toͤchtern des regierenden Fuͤrſten, berufen zu werden, die faſt mit ihr von gleichem Alter waren, ſich außerordent⸗ lich zu ihr hingezogen fuͤhlten und großes Gefallen an der Geſellſchaft der geiſtreichen Roſalie fanden.
Prinzeſſin Mathilde, ein junges feu⸗ riges Weſen, mit einer allzulebhaften Phan⸗ taſie und einem leichterregten Herzen, gleich Roſalien, ausgeſtattet, ſchloß ſich immer feſter und feſter an dieſe, und konnte end⸗ lich kaum einen Tag verbringen, ohne ſie wenigſtens auf Augenblicke geſehn zu haben. Der Fuͤrſt, welcher die Baronin achtete und Wohlgefallen an dem reizenden, geiſt⸗ reichen Kinde fand, hatte nichts gegen dieſe Freundſchaft, ſondern befoͤrderte ſie ſogar, da er als ein ſehr zaͤrtlicher Vater auf jede Weiſe ſeine Kinder gluͤcklich und froh zu machen ſuchte. So ward das Band zwi⸗ ſchen Roſalien und den Prinzeſſin⸗


