Teil eines Werkes 
1. Theil (1825)
Entstehung
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wohl in Hinſicht unſerer Stellung zur Welt,

als fuͤr unſer inneres Leben. Mit Stolz, mit voͤllig befriedigter Ei⸗ telkeit ſah Joſephine auf dieſes ſeltene

Geſchoͤpf, das ſie ganz als ihr Werk be⸗

trachtete, und zuerſt ſeit vielen Jahren wie⸗ der fuͤhlte ihr Herz die Regungen der Liebe; ja ſie liebte Roſalien wirklich und dieſe Liebe wirkte ſelbſt veredelnd auf ſie, indem ſie dadurch milder wurde, als ſie es fruͤher geweſen war.

Aber Roſalie mußte unter dieſer um⸗ gebung nothwendig verlieren, denn ſelbſt die edelſte Natur nimmt nach und nach etwas von der Farbe deſſen an, was ſie ſtets um⸗ giebt, wenn ſie gleich ſelten ganz untergeht und ſich fruͤher oder ſpaͤter, ſobald wieder guͤnſtigere Umſtaͤnde fuͤr ſie eintreten, aus ihrer moraliſchen Erniedrigung emporzurich⸗ ten vermag. Roſalie mußte begreiflicher⸗

weiſe nach und nach den Adel ihres Ge⸗ muͤths einbuͤßen, da Selbſtſucht und Herz⸗

ſigkeit unablaͤßig bemuͤht waren, ihre